Initiative von Vorstandsmitglied Dr. Ziegler für den Bayerischen Miteinander-Preis 2014 „Zukunft Inklusion“ nominiert

Der Vorstand der LAG freut sich sehr, dass unser Vorstandsmitglied Dr. Markus Ziegler mit weiteren Mitstreitern, u.a. der IG Feuerwache, mit dem „Modellprojekt inklusive Nachmittagsbetreuung“ für den Bayerischen Miteinander-Preis 2014 „Zukunft Inklusion“ nominiert ist.

Auf der offiziellen Homepage http://www.inklusion.bayern.de/ ist folgendes über den Preis zu lesen: „Mit dem bayerischen Miteinander-Preis 2014 sollen besonders gelungene Projekte der Inklusion von Menschen mit Behinderung ausgezeichnet und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die positiven Beispiele sollen anschaulich demonstrieren, was Inklusion bedeutet: nämlich dass Menschen mit und ohne Behinderung miteinander leben und arbeiten, lernen und wohnen – und zwar von Anfang an.“

Das Projekt von Dr. Markus Ziegler und Co. erfüllt diesen Anspruch allemal! Zum Projekt erklären die Initiatoren:

„Bereits seit 2007 werden an der Grund- und Mittelschule an der Schrobenhausener Straße in München Kinder mit einer sog. geistigen Behinderung in Partner- und Tandemklassen an der Regelschule unterrichtet. Am Nachmittag allerdings wurden unsere Kinder, getrennt von den Regelschulkindern, in einer Außenstelle einer Heilpädagogischen Tagesstätte betreut. Für uns als Eltern war das keine zufriedenstellende Lösung: Was am Vormittag so gut funktionierte, konnte doch am Nachmittag nicht schlecht sein? Zudem wollten wir weitere Schritte in Richtung Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einleiten.
Deshalb haben wir uns ab 2011 für ein neues Modell eingesetzt. Unter Leitung des Sozialministeriums wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, und bis September 2012 haben wir es geschafft, ein neues Modell für eine inklusive Nachmittagsbetreuung aufzubauen, in der unsere Kinder gemeinsam mit den Regelschulkindern betreut werden. Dazu wird vom Bezirk für die Grundschulkinder und die Mittelschulkinder jeweils ein/e Heilpädagoge/in und ein/e Kinderpfleger/in zusätzlich finanziert. Die Betreuungskosten für eins der Kinder werden zudem von der zuständigen Jugendhilfe übernommen.
Durch dieses völlig neue Konzept können heute alle Kinder der beiden Schule zusammen zu Mittag essen, Hausaufgaben erledigen und neben  dem Unterricht auch im Spiel erfahren, dass Anderssein dazu gehört und Miteinander trotzdem funktioniert. Die bisherigen Beobachtungen und Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung bestätigen, dass alle Schüler davon profitieren können.“

Die Preisverleihung wird morgen auf der offiziellen Homepage http://www.inklusion.bayern.de/ per Livestream übertragen! Wir sind schon sehr gespannt und drücken die Daumen!